Farbmusik

Ich habe natürlich keine Ahnung, ob sich irgendwer schon mal gefragt hat, welche Musik ich beim Färben höre. Aber falls das so ist, bittesehr:

Leider ist die Videoqualität nicht so gut, aber es kommt ja schließlich auf die Musik an. Loreena McKennit – Konzert in der Alhambra

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Ashford Knitters Loom – die zweite

Ich habe es ja fast geahnt, dass das wieder in einen Posting-Stau ausartet, aber trotzdem schön der Reihe nach. So ging also mein Mari-Silk Webprojekt weiter, für dass ich mittlerweile auch einen Namen habe: „Cleopatras Schal“. Lag bei den Farben einfach irgendwie nahe. Hier sieht man, wie bereits ein Teil der Kettfäden aufgezogen sind. Das geht bei den Ashford-Looms besonders einfach, weil mein kein Scherbrett braucht, sondern direkt auf den Webrahmen schert. Das hat nicht nur den Vorteil, dass es weniger fuddelig ist. Was mich daran am meisten überzeugt ist, dass ich ganz spontan entscheiden kann, wie die Kette aussehen soll, weil ich immer alles sehe. Ich kann mir also während des Scherens überlegen, wie breit beispielsweise die Längsstreifen werden sollen und bei einer Mehrfarbigen Kette besser sehen, welche Farben ich nebeneinander haben möchte; schlussendlich auch recht spontan mit der Schererei aufhören, wenn mir das Webstück breit genug erscheint.   KnittersLoom (10) Mit diesem kleinen blauen Teil (ich habe einige Mühe mir zu merken, dass das Ding „Blattstecher“ heißt) zieht man zunächst doppelte Fäden durch die Schlitze des Webblattes. Das Garnknäul liegt dabei hinter dem Webrahmen und das Garn wird als Schlaufe hindurch gezogen. Man legt diese Schlaufe über einen Zapfen, den man in der Entfernung an einem anderen Tisch befestigt, die man gerne für die Kette hätte. Bei einer 5m langen Kette wüsste ich spontan jetzt auch nicht wie ich das anstelle, da müsste ich mir wohl im Garten was überlegen, aber im Normalfall geht das ganz bequem. Die Kettfäden werden nach dem Scheren auf den hinteren Warenbaum aufgewickelt.   P1010507 Wenn man zufrieden ist mit seinen Kettfäden, schneidet man einfach alle Fäden an der Schlaufe über dem Zapfen durch, anschließend wird einer beiden Fäden die im Schlitz liegen durch das Loch im Webblatt gezogen. So entstehen später die beiden Fächer.  P1010508 Die Kettfäden werden am vorderen Kettstab festgeknotet und ein gefaltetes Stück Papier wird eingelegt, damit man eine gerade Kante bekommt. Und dann kann es los gehen.   P1010512 Hier die ersten paar Reihen. Die Schlitze, die im Augenblick noch durch das Knoten der Fäden entstehen, verschwinden später.

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Ashford Knitters Loom – die erste

Das letzte Wochenende war natürlich ganz der Färberei gewidmet. Es war zwar stellenweise recht anstrengend (besonders das Umwickeln der 1200 m langen Lace-Stränge ist nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig) aber es hat Spaß gemacht und ich bin stolz auf das Ergebnis. Aber jetzt ist es an der Zeit einen Neuzugang hier in der Schafgasse gebührend zu empfangen: Meinen neuen Ashford Knitters Loom. Ich bin wie der Blitz aus dem Bett gesaust, als am Samstag morgen, sehr viel früher als erwartet, das DHL-Auto an der Straßenecke hielt. Die habe ich nämlich praktischerweise von meinem Bett aus ziemlich gut im Blick. Meine leicht derangierte Optik war mir in dem Moment relativ schnurz, also schnell die lange Strickjacke übergezogen und rausgesprintet. Der Paketbote hielt sich wacker bei meinem Anblick, vermutlich habe ich so gestrahlt, dass es kaum aufgefallen ist, dass ich ausgesehen habe, wie ein Wensleydale-Schaf, dass versehentlich in eine Drei-Wetter-Taft Werbung geraten ist.
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So schaut er aus, wenn er noch in der praktischen Tragetasche steckt. Die Tasse hatte ich aber schon, die war nicht im Lieferumfang enthalten. Ich war nur gerade am Kaffee-Trinken und sie hat so schön gepasst. Wie man unschwer erkennen kann, ist das die 50 cm breite Variante. Ich finde es prima, dass es die nun gibt, sie ist flexibler, weil man schließlich auch schmalere Teile darauf weben kann.
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Hier ist er noch zusammengeklappt und noch nicht fertig zusammengebaut. Aber natürlich konnte ich nicht besonders lange meine Finger davon lassen, schließlich sind es nur ein paar Handgriffe.
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Und das hier sind die Garne für mein erstes Projekt. Ein Strang selbst gefärbter MariSilk und zwei Knäul „Chiara“ von Lana Grossa in einem Bronzeton(Farbnummer 008).

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Inspiration

Manche Menschen behaupten ja, schwarzer Tee fördert die Kreativität. Also bei näherer Betrachtung würde ich sagen, bei mir war es in diesem Fall eher etwas Anderes. :) P1010502 Byzantine Lace aus dem letzten Update in der Farbe „Kandis“

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Subversive Pläne

Ha! Diesmal lasse ich mich nicht so leicht unterkriegen. Mein Lieblingswollwickler und Schneeschaf-Controller hat quasi schon verloren. Wenigstens dieses eine Mal. Für das nächste Update färbe ich dieses Wochenende MariSilk und Byzantine Lace und ich habe fest vor mir diesmal ein Strängchen beiseite zu schmuggeln. Ha! Was heißt hier schmuggeln!? Ich habe nämlich folgenden Plan: In den nächsten Tagen wird mein neuer Knitters Loom von Ashford bei mir eintreffen. Ich freu’ mich jetzt schon wie ein Keks und werde morgen hinter dem Hoftor in Angriffsstellung auf den Postboten lauern. Jedenfalls wird mein allererstes Projekt ein gewebter Schal mit …… richtig ……. mit MariSilk sein. Und neiiiiin selbstverständlich nicht weil iiiiich etwa unbedingt so einen Schal haben will! Das mache ich alles nur aus marketingtechnischen Gründen. Schließlich muss ich doch meinen Kunden zeigen, wie vielfältig dieses wunderbare Garn einsetzbar ist. Na? ist das ein guter Plan? Dem kann sich selbst mein gestrenger Schneeschaf-Hütehund nicht entziehen. Ich werde ihn aber mit einem leckeren Knochen trösten.

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