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Sonntagsfrühstücksmuffins

Es ist schon viel zu lange her, dass ich das letzte mal beim Sonntagssüß mitgemacht habe. Zwar gab es hier inzwischen ganz oft feine süße Sonntagsleckereien, aber für ansehnliche Fotos oder gar für’s Bloggen blieb einfach keine Zeit und vor allem keinen Nerv. Jetzt reiß’ ich mich aber mal zusammen. “More time for the things you love.” ist die Devise und außerdem finde ich die Idee nach wie vor genial und mitmachenswert. Ich gestehe ja, dass unser Sonntagssüß auch meistens ein wenig gemogelt ist, bei einem zweieinhalb Personen Haushalt (auch bei einem ziemlich verfressenen) lohnt es sich einfach, schon mal Samstags mit der wochenendlichen Nascherei zu beginnen. Aber “Wochenendsüß” klingt nun mal ziemlich doof. Hier also unsere Leckerei des Wochenendes.   201202, Frühstücksmuffins   Frühstücksmuffins aus dem wunderbaren Buch “Delicious Days” von Nicole Stich. Besucht auch unbedingt ihren traumhaften Blog. Ihr werdet euch daran nicht satt sehen können. Die Muffins schmecken natürlich nicht nur zum Frühstück und haben dank der fein geraspelten Karotten eine wunderbare Farbe. Hach! Und weil ich gar zu lange nicht mehr mitgemacht habe gibt es heute noch ein extra Leckerli.   P1020093   Hausgemachte Amarettini. Das Rezept stammt aus der “Lecker” 12/2011. Die Konsistenz ist deutlich anders als bei gekauften Amarettini. Sie sind außen knusprig und bleiben innen deutlich weicher – mir gefällt das. Am meisten überzeugt mich aber der Geschmack, schön mandelig aber nicht zu aufdringlich. So ein hübsches kleines Ding zusammen mit einem ordentlichen Ristretto zu verputzen ist fast besser als ein Date mit George Clooney. Die Amarettini sind auf jedem Fall noch ganz frisch. (Ein dickes “Sorry” an alle Clooney Fans, ich find’ ihn ja auch schnuckelig, konnte mir den Wortwitz aber nicht verkneifen.) Ich wünsch’ euch allen einen wunderbaren, friedlichen, fröhlichen Sonntag! Andrea

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Sonntagsbrot

Das Brot war alle. Das kommt bei uns gar nicht so selten vor, weil mal wieder niemand zum Einkaufen gekommen ist oder weil wir’s vergessen haben. Oft ist aber auch am Ende des Brotes noch zu viel Wochenende übrig. Wie gut, dass immer frische Hefe im Gefrierschrank ist. Die Hefewürfel teile ich vorher und wickle die Hälften in Frischhaltefolie. Dann kommt alles in eine kleine Gefriertüte und der Vorrat ist gesichert. Ähnlich kann man das auch mit Sauerteig machen und falls man mit den Mengen flexibel sein will füllt man den Sauerteig einfach in einen größeren Beutel. Den Teig dann schön platt drücken (oder rollen – aufpassen, damit nichts oben rausläuft. Dann den Beutel ganz oben verschließen und die Teigplatte platt liegend einfrieren. So kann man die Mengen, die man benötigt einfach abbrechen. (Klingt sehr merkwürdig – ich weiß – funktioniert aber prima, auch bei Pesto z. B.) Und hier ist unser Sonntagsbrot: P1020023 Das Rezept? Teile ich sehr gerne mit euch. Ihr müsst mir nur die ungenaue Mengenangabe verzeihen, wenn es um die Flüssigkeit geht, dass mache ich immer frei Schnauze. Für den Vorteig: 1/2 Würfel frische Hefe
75g flüssiger Sauerteig
1 EL Honig
1 EL Weizenmehl
100ml lauwarmes Wasser verrühren und so lange bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis sich viele Blasen bilden. 250g Weizenmehl (Type 505)
250g Roggenmehl (Type 997)
1EL entöltes Kakaopulver
2 TL Salz
2 TL Brotgewürz in eine Rührschüssel geben und den Vorteig dazugeben. Das kann dann ungefähr so aussehen: P1020018 Am besten rührt man jetzt den Teig in der Küchenmaschine. Das hat den Vorteil, dass er ein wenig “pappiger” bleiben kann und sich beim Aufgehen leichter tut. Also rühren und nach und nach so viel lauwarmes Wasser dazugeben, bis der Teig noch ganz leicht klebrig ist. Den Teig dann bei Zimmertemperatur ruhen lassen, mindestens zweieinhalb Stunden. Dann geht es mit der “Bräter-im-Ofen-Methode” weiter. Bräter mit Deckel in den Ofen stellen. Eigentlich heißt es, dass er eine halbe Stunde bei der höchsten Temperatur vorheizen soll und dann das Brot für eine halbe Stunde mit geschlossenem Deckel in den Ofen kommt. Bei meinem Ofen wird das zu heiß und das Brot verbrennt mir am Boden. Inzwischen kenne ich aber meinen hitzigen Pappenheimer. 200 Grad reichen völlig. Eine halbe Stunde bei geschlossenem Deckel und ohne Temperaturreduktion noch mal eine viertel Stunde ohne Deckel. Und bevor ich den Teig in den Bräter gebe kommt noch ein Schuss Olivenöl rein, damit auch alles wieder gut rausgeht. Und dann: Knuspern und genießen!

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“Klick” machen

Ich gebe zu, ich bin keine besonders gute Fotografin aber ich fotografiere gerne. Mein Kind natürlich und im Sommer im Garten, für meinen Blog und die Lieblingsrezepte für’s private Kochbuch. Ich bewundere Leute, die richtig gut mit einer Kamera umgehen können und ich gestehe schamhaft, dass ich die Funktionen meiner Lumix vermutlich nicht einmal zur Hälfte kenne. Besonders verwunderlich ist das nicht, denn bisher war ich ziemlich bequem, was das Lernen und Verstehen der Grundprinzipien angeht. Es gibt doch so viele schöne Programme! Eines für jede Lebenslage und alleine im Bereich der Portraitfotografie gibt es mindestens noch vier weitere Auswahlmöglichkeiten für Nachts, Kerzenschein, Sonnenlicht und was weiß ich nicht noch. (Nur für “Ich fühl’ mich hässlich, fotografier mich mal schön!” hat noch keiner was erfunden! Das wäre vermutlich den nächsten Nobelpreis wert.) Aber warum das frisch gebackene Brot, dass ich bei Tageslicht fotografierte irgendwie unschön graustichig war, konnte ich mir weder erklären, noch konnte ich es ändern.
Jetzt bin ich dem Verstehen aber schon ein Stückchen näher gerückt und merkwürdigerweise hat mir ein englischsprachiges Buch auf die Sprünge geholfen. Komisch, dass ich mich auf deutsch so gar nicht mit Blende und Verschlusszeiten auseinandersetzen wollte, auf englisch aber so gar nichts dabei finde und sogar das Gefühl habe, es besser zu verstehen. Das kann ganz sicher nicht an meinen gloriosen Englischkenntnissen liegen. Vielleicht trifft die Autorin einfach nur den richtigen Ton und mit großer Sicherheit sind es die wunderbaren Bilder, die beim Betrachten anspornen hinter das Geheimnis zu kommen. Besonders hat mir aber geholfen, mich erst einmal mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen. Das hat verhindert, dass mich die vielen Möglichkeiten der Fotografie so überwältigen, dass ich frustriert gleich wieder aufgebe. Und immerhin handelt es sich um ein besonders leckeres Themengebiet …

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Auch wenn es ein Buch über Food-Fotografie ist; die Grundprinzipien im Zusammenspiel zwischen Blende, Verschlusszeit, ISO, Weißabgleich etc. werden sehr gut beschrieben. Und im Grunde sind die Erklärungen ohnehin auf jedes beliebige Stilleben anwendbar. Mein erster, zaghafter Abnabelungsversuch von der Welt der Vollautomatik war dann auch so gar nicht essbar.

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Ich wollte ja erst mit Äpfeln üben, habe aber auf die Schnelle keine gefunden. Da mussten ein paar vertrocknete Rosen herhalten. Und sind wir mal ehrlich: Das Nette an Stilleben ist ja doch irgendwie, … dass sie still halten.

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Hoffnung in Tüten

Die Temperaturen draußen, strafen eigentlich jeden Gedanken an Frühling, Sonnenschein und blühende Blumen im Garten Lügen. Und trotzdem sind da mitten unter uns; diese unverbesserlichen, blauäugigen Optimisten, die Träumer, die Nostalgiker, die Verrückten, die im Februar und März beginnen sämtliche Fensterbänke mit Schalen und kleinen Gewächshäuschen zuzustellen und die in jeder Samentüte ein Versprechen wittern. P1010991 Und ja – hatte ich die Bezeichnung “Nostalgiker” bereits benutzt? Hatte ich doch, oder? Falls nicht, sei es hier noch einmal ganz ausdrücklich erwähnt. P1010988

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