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Tooltime

Ich gebe es zu: Ich bin ein leidenschaftliches „Toolgirl“! Ich liebe Werkzeug! Und zwar sowohl im wortwörtlichen Sinne, als auch übertragen, z. B. auf Nähutensilien und Küchengeräte. Ich mag Dinge, die gut funktionieren, pfiffig sind und das Leben erleichtern. Gleichzeitig kann ich mich schrecklich ärgern, wenn Dinge nicht vernünftig funktionieren. Stoffscheren z. B. sind so ein Thema! Es macht mich wahnsinnig, wenn die Dinger nicht vernünftig schneiden, beispielsweise nur auf dem hinteren Drittel und es hat die Erfahrung einer Menge billiger Scheren gebraucht, bis ich mir endlich eine wirklich ordentliche Schere gegönnt habe, die noch immer ratzescharf ist. Sie hat ihr Geld schon hundert mal wieder eingespielt.

Mir spukte schon länger mal die Idee einer kleinen Blogserie im Kopf herum. Ich wollte euch einfach mal meine Lieblingstools oder -geräte in loser Reihenfolge aus den unterschiedlichsten Bereichen vorstellen, wobei vermutlich das Meiste aus Nähzimmer und Küche stammen wird. Das ich das jetzt nun auch wirklich mache liegt an dem Riesenschrecken, der mir am Wochenende durch Mark und Bein fuhr. Meine Rechte Hand in der Küche versagte urplötzlich Ihren Dienst.
Meine heiß geliebte und viel benutzte Küchenmaschine.
Diese Lady hier ist ein echtes Arbeitstier.1400 Watt hat sie unter der Haube und ist auch ordentlich schwer. Das ist auch gut so, sonst würde sie vermutlich durch die halbe Küche hüpfen. Sie schaft mühelos riesige Berge von schwerem Brotteig, kriegt es aber auch genauso hin zwei Eiweiß zu wunderbar steifem Schnee zu schlagen, oder einen Becher Sahne in ein Wonnegewölk zu verwandeln. Ein Wunderding! Jaja, ich weiß – die Kitchenaid!!! Ich gebe zu, ich find‘ sie auch schön, aber zu dem Zeitpunkt der Anschaffung vor ähhh … ich glaube acht, neun Jahren, waren die Kitchenaids aber leider ein wenig hintendran und diese Maschine hier einfach besser. Mit den neueren Modellen sind sie aber wohl wieder so gut wie gleich auf, habe ich gehört.
Glücklicherweise wird dies hier kein Nachruf. Der Fund eines kleinen Kunststoffteilchens samt zugehörigem Magneten (der Magnet pappte am Gitterrost vom Backofen) und ein Telefonat mit dem Kundendienst (dies allerdings nur recht rudimentär), sowie die anschließende, genauere Observation der Rührschüssel brachte den Erfolg. Das kleine Teilchen hatte sich gelöst und die Maschine konnte nun nicht mehr erkennen, dass eine Schüssel vorhanden war und sah es folglich auch nicht ein zu rühren. Ein Handgriff und das Ding saß wieder an der richtigen Stelle, die Lady rührte wieder und ich atmete erleichtert auf. Ohne sie hätte ich mich regelrecht amputiert gefühlt. Wer hätte denn nun den Pizzateig geknetet während ich ins Gästeklo stürme, um den Spross daran zu hindern, beim Händewaschen eine Überschwemmung anzurichten, die den Einsatz der örtlichen Feuerwehr notwendig machen würde?
Aus Erleichterung, Freude und Dankbarkeit gebührt der Lady also der erste Beitrag in der Riege der Lieblingstools. Auf das wir noch lange gemeinsam rühren!
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Versöhnung?

Das mit dem Januar und mir, könnte das doch noch etwas werden? Ich habe mir wirklich Mühe gegeben mit ihm. War – für meine Verhältnisse zumindest – duldsam. Trotzdem habe entrümpelt und Schreckecken im Haus aufgeräumt und das hat gut getan, für wenigstens etwas Wohlgefühl gesorgt. Und auch wenn ich allerorts Frohlocken angesichts der Winterwunderwelt vernehme, Freunde werden wir wohl doch nicht. Aber ein paar versöhnliche Fotos vom Waldspaziergang am Wochenende habe ich zumindest.

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Cake Pop Backblechtest

Ich habe gerade einen ellenlangen Beitrag dazu verfasst und der ist irgendwo im Nirwana verschwunden. Darum jetzt nur noch die schnöde, uninspirierte Kurzfassung:

1. Ich hätte niemals geglaubt, dass ich jemals so etwas backe.
2. Ich hätte nicht gedacht, dass es überhaupt funktioniert.
Das Blech gibt es demnächst beim allseits bekannten Kaffeeröster.
Ergebnis:
1. Ich bin etwas versöhnt mit backtechnischen Modeerscheinungen.
2. Ich habe einige Pluspunkte mehr auf der nach oben offenen Supermamaskala …
… und wie ich gerade festgestellt habe, auch auf der Superehefrauskala …
Sorry, beim nächsten mal gibt’s wieder mehr Prosa. Falls der ursprüngliche Beitrag irgendwo wieder auftaucht, wird er ausgetauscht, ich bin jetzt erst mal gefrustet.
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Januargedanken

Der Januar – nicht gerade mein Lieblingsmonat, wenn ich ehrlich bin. Eigentlich ist es sogar der allerscheußlichste. So jetzt ist es raus, ganz unverblümt. Ich habe so meine Probleme mit diesem Monat. Weihnachtsstimmung und Raketen sind verpufft. Die letzten Plätzchenreste aufgegessen, Gute Vorsätze ausgeheckt – und dann? … Wer kam überhaupt auf die blöde Bezeichnung „Sommerloch“? Es gibt kein Sommerloch, es gibt ein Januarloch! Vermutlich hat es damit zu tun, dass ich ohnehin kein besonderer Fan der dunkleren Monate bin. Den November und den Dezember kann man sich aber noch schön reden und auch schön machen. Das hat sich schon einer fein ausgedacht, so ein Fest zur längsten Nacht des Jahres. Aber dann kommt der Januar und der ist gemein. Die längste Nacht ist zwar vorbei aber der Frühling ist noch so weit weg, eigentlich hat der Winter gerade erst angefangen. Es ist oft schweinekalt, ich seh‘ mich schon wieder am Bahnhof festfrieren und natürlich hat der Zug Verspätung, weil’s eben schweinekalt ist.

Weil meckern ja bekanntlich nur bedingt hilft, habe ich zu meinem Januarproblem ein schlaues Buch zu Rate gezogen: „Der Jahreskreis“ von Martina Kaiser. Offenbar hat jeder Monat im Jahreskreis so seine Eigenheiten und ganz besonderen Energien, weiß zumindest Frau Kaiser zu berichten. Das lässt doch hoffen, dass mir jetzt mal irgendwer sagen kann zu was dieser Monat nun eigentlich gut sein soll. Ich hab mich ja bisher immer etwas damit getröstet, dass man ja zum neuen Jahr mal überall ordentlich aufräumen kann, Pläne schmieden und ToDo-Listen machen kann. Aber was lese ich jetzt?
„Der Januar-Auftrag der Natur lautet, Geduld aufzubringen. Bevor im Frühling das Leben wieder saft- und kraftvoll sprießen kann, braucht es den Winterschlaf in der Stille und Dunkelheit der Erde, wo der Keim in Ruhe und Geborgenheit den richtigen Zeitpunkt abwartet.“
Aha! Da haben wir es schon! Geduld war noch nie meine Stärke! Aber es kommt noch schlimmer:
„Es ist Januar, das neue Jahr hat begonnen, und Sie wollen nun mit vollem Elan die guten Neujahrs-Vorsätze in die Wirklichkeit umsetzen. Vorsicht, denn eigentlich ist die Zeit noch nicht reif dafür. Die Energie in der Natur unterstützt äußere Aktivität, die über das Notwendige hinausgeht, nicht unbedingt. Ein Zuviel kann schnell überfordern und krank machen in dieser erkältungsanfälligen Jahreszeit.“
Ja prima! Genau! Ständig krank ist man auch noch. Und weiter lese ich:
„Träumen Sie einmal richtig vor sich hin, völlig unproduktiv und leistungsschwach.“
Prima Idee! Nur wie erkläre ich das meinem Chef? Ich bin doch kein Bär, der beschließen kann, einfach mal Winterschlaf zu machen. (Oder bin ich tief in meinem Inneren vielleicht doch ein Bär?)
Versteht mich nicht falsch, Frau Kaiser kann natürlich nichts dafür. Das Buch ist wirklich sehr schön und erzählt viel über alte Bräuche und Mythen in den jeweiligen Monaten. Ich nehme es immer wieder gerne zur Hand. Es ist einfach meine Januaraversion, da muss ich meckern.
Ich habe beschlossen, den letzten Rat nicht ganz außer Acht zu lassen, erstere aber nicht ganz so ernst zu nehmen. Beim Pläne schmieden wird schon nicht all zu viel schief gehen, beim Haus aufräumen und Ecken entrümpeln wohl auch nicht. Ich schmeiß vielleicht höchstens was weg, was ich noch brauchen kann.
Also gehe ich mir gleich mal eine neue Liste machen – und dann träum‘ ich ein Bisschen.
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