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Samstagsausflug in die Toskana

Da kann man noch so viel Milde walten lassen: Das Wetter ist gruselig! Nass, kalt, dunkel … Wen wundert es da, dass man, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, eine Einladung in die Toskana annimmt? Nein, leider ist mein Blog (noch ha!) nicht so weltberühmt, dass ich zu Zwecken der Berichterstattung in ein schnuckeliges Landhäuschen auf einem ebenso schnuckeligen Hügel, umgeben von traumhaften Olivenhainen gebeten werde. Und ich gebe unumwunden zu, dass sich die Toskana in diesem speziellen Fall in Frankfurt befand – was also auch die Sache mit dem Wetter nicht wirklich gelöst hat. Trotzdem fühlten wir uns in unseren Sommerurlaub zurückversetzt, den wir vor einigen Jahren auf einem wirklich wunderhübschen Hügel in einem noch viel hübscheren Landhaus in der Nähe von Volterra verbrachten. Und einen Olivenhain gab es da selbstverständlich auch.

Ziemlich zu Beginn unserer Zeit auf dem Hügel besuchten wir die Fattoria La Vialla und deckten uns dort mit allerlei Leckereien ein, die wir dann während der gesamten Woche genüsslich verputzten. Nur ein paar gut gehütete Vorräte an Wein, Olivenöl und leckerstem Balsamico haben es mit nach Hause geschafft. (Und die Flaschen blieben glücklicherweise auch heil. (Ich will mir gar nicht erst ausmalen, was eine kaputte Flasche von dunkelstem Balsamico im Urlaubsgepäck anzurichten vermag.) Was für ein Glück, dass man all‘ diese feinen Dinge auch bestellen konnte, so konnten wir unser Lieblingspesto auch Zuhause weiter genießen und vom Urlaub träumen.
Wir haben uns gefreut wie die Schneekönige (haha!) als wir von „La Vialla“ erfuhren, dass wir die ganzen Köstlichkeiten nun auch ganz in unserer Nähe, beschnuppern, probieren und kaufen können. Wir erhielten einen „Schlüssel“ für Die Speisekammer und so dauerte unsere Reise in die Toskana diesmal nur schlappe 20 Autominuten. „Die Speisekammer“ ist kein normales Ladengeschäft. Man benötigt eine Karte, mit der man zunächst die Tür öffnen kann und die auch beim Bezahlen vorgezeigt wird. Kunden erhalten die Karte offenbar automatisch, alle anderen können sie unter dem obigen Link beantragen.
Wir haben herrlich geschlemmt und geshoppt – wie man an dem vollen Bollerwagen unschwer erkennen kann …

Und wenn das Wetter endlich wieder besser wird, habe ich noch ein superleckeres Schaumweinchen im Auge. Mädels … der Sommer kann kommen!
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Tooltime – Folge 2

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Serie: Tooltime! (An dieser Stelle stellt ihr euch bitte irgendein cooles Jingle vor …)


Ich glaube, ich hatte es in meinem ersten Tooltime-Post schon erwähnt: Es gibt beim Nähen kaum etwas Schlimmeres als eine Schere, über die sich selbst Struwwelpeter schlapp gelacht hätte. Wenn man Glück hat, tut die Schere im hinteren Drittel noch einigermaßen ihren Dienst, auf dem Rest des Weges wird der Stoff dann einfach eingeklemmt. Und wenn es dann ganz dumm läuft, braucht man beide Hände, um die Schere wieder auseinander zu bekommen. Ich weiß das so genau, weil ich selbst eine ganze Menge dieser Exemplare hatte. Und was habe ich geflucht und geschimpft. Hat sich alles nicht gelohnt. Hätte ich mir mal eher eine vernünftige Schere gekauft, hätte ich vermutlich viel Geld gespart und vor allem meine armen Nerven geschont. (Und das böse Sch…-Wort wäre sicher deutlich weniger oft gefallen.)
Empfehlen kann ich auf alle Fälle die Scheren von Fiskars, superscharf und superleicht und einen Scherenschleifer, falls mit der Zeit doch mal der Schneid nachlässt, gibt es von dieser Firma auch, sehr praktisch, funktioniert auch sehr gut. Ich habe von Fikars eine kleine Schere für feineSchnippeleien. Ich mag sie sehr und das Preis- Leistungsverhältnis stimmt absolut. Als Stoffschere und zum Zuschneiden benutze ich aber am allerliebsten diese hier:

Sie ist relativ schwer aber ich mag das. Sie liegt gut in der Hand und ist superscharf. Die Schere ist von der Firma „Gingher“. Diese Scheren gibt es komplett – ganz klassisch – in Silber, oder als limitierte Editionen mit gemustertem Griff. Ich gebe zu, eine solche Schere ist schon eine kleine Investition. Das Klassik-Modell kostet so um die vierzig Euro. Wenn ich mir allerdings überlege, wieviele Zehn-Euro-Scheren in der Zeit schon auf dem Müll gelandet wären, seit ich sie besitze, ist sie ihr Geld mehr als wert. Sie ist robust und lässt sich problemlos schleifen. Sie surrt förmlich durch den Stoff und auch dicke oder elastische Stoffe sind gar kein Problem. Es macht Spaß mit ihr zu arbeiten und das genau, zeichnet doch gutes Handwerkszeug aus. Wer sich also in letzter Zeit über eine widerborstige Stoffschere grün und blau geärgert hat, der kann ja vielleicht mal ganz lieb beim Osterhasen anfragen.
Unter anderem bekommt ihr die Scheren von Gingher bei Quiltzauberei.
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Talentfrei schön

Ich bin ja eigentlich immer dafür, dass man auch Sachen macht, die man eigentlich nicht kann. Zumindest sollte man sie ausprobieren, wenn man sie denn gerne können würde. Und tief in mir drin glaube ich auch, dass man fast alles können kann, wenn man wirklich will und hartnäckig ist. Letzteres fehlt mir vermutlich in diesem speziellen Fall. Ich würde nämlich wirklich gerne malen und zeichnen können, habe aber nicht die Geduld lange zu üben und es immer wieder zu versuchen. Wenn ich etwas nicht relativ schnell einigermaßen gut kann, werde ich rasch unzufrieden und ungeduldig mit mir selbst und behaupte dann (zumindest innerlich) gerne genau das, was mich bei meinen Mitmenschen regelmäßig zur Weißglut bringt: „Ich kann das nicht!“ „Ich habe dazu kein Talent.“ „Ich habe zwei linke Hände.“ …

Ich könnte jetzt Romane dazu verfassen, was ich eigentlich von solchen Äußerungen halte, aber der Beitrag würde elend lang werden. Vielleicht ist das mal ein Thema für einen anderen Artikel. Jedenfalls erwische ich mich in Frustmomenten ab und an selbst dabei, wie ich so etwas denke.
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werden meine Werke also nicht eines Tages im Louvre hängen. Shit happens! Ich finde jedenfalls das Kindergartenpausenbrot meines Sohnes ist ein nahezu adäquater Ersatz für solcherlei Ehre. Und hey! Wer weiß schon, wie ein Leonardo da Vinci auf einem eingepackten Käsebrot ausgesehen hätte?
Und dann sag bitte noch mal jemand, dass sei brotlose Kunst! 😉
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Domestic Goddess Apron

 

Zugegeben: Es muss schon etwas göttliches haben, wenn ein Schnittmuster für eine Schürze derart viel Geld kostet. Ich mag hübsche Schürzen ja sehr; sie sind so eine nette Mischung aus spießig und ein klein wenig sexy. Trotzdem bin ich sehr lange um dieses Schnittmuster herumgeschlichen und habe es dann doch schließlich in einem Anfall weihnachtlicher Friede-Freude-Eierkuchen-Gefühle gekauft. Und ich muss zugeben: Abgesehen davon, dass sie wirklich hübsch und außergewöhnlich ist, habe ich selten einen Schnitt für ein doch so relativ profanes Kleidungsstück gesehen, der so durchdacht und ausgeklügelt ist. Das gesamte Stück ist so gearbeitet, dass selbst auf der Rückseite keine einzige offene Naht sichtbar ist.
Das sieht man auf dem Bild zwar nicht und ich muss mich auch für Mathildes farblich völlig unpassendes Erscheinungsbild entschuldigen, aber dafür das hübsche Stück in ganzer Länge.

Sowohl das Oberteil als auch das obere Schürzenteil haben Kellerfalten. Die Schürze wird hinten jeweils im Nacken und als Verlängerung des „Taillenbandes“ mit zwei Bindebändern geschlossen. Die Bindebänder für den Nacken laufen nach unten breiter aus, enden am „Taillenband“ und bilden so einen schönen Rahmen. Und bevor jetzt jemand noch glaubt er hätte einen Knick in der Optik, es handelt sich in der Tat um eine Empire-Taille. Hier sieht man das alles noch etwas besser:

So hübsch die kleine Göttin auch ist, eine dunkle Seite hat sie dennoch. (Vermutlich haben Göttinnen das so an sich.) Die Empire Taille ist zwar sehr hübsch und ich mag sie bei Kleidern auch unheimlich gern, da sich die Bindebänder jedoch daran anschließen wird das Zubinden der Schürze zu einer kleinen gymnastischen Übung, es sei denn man hat einen Butler oder sonst eine helfende Hand in der Nähe. Und ich sage es nur sehr ungern: Sie macht nicht gerade besonders schlank. Durch die vielen Kellerfalten und die Tatsache, dass es gedoppelt genäht wird,  trägt das Oberteil gehörig auf. Oder anders gesagt: wer diese Schürze trägt, braucht keinen Wonderbra. Vielleicht Geschmacksache, aber ich mag das nicht so besonders. Mathilde ist zwar auf meine Größe eingestellt, ist aber an der entsprechenden Stelle doch etwas weniger … äh … ausgebaut.
Trotzdem finde ich die Schnittidee nach wie vor genial und ein Extrasternchen gibts für die ausgeklügelte Art und Weise des Zusammennähens. Für meinen Geschmack und meine Statur kann Frau Butler schließlich nix.
Demnächst stehen eher Nähprojekte an, um diverse Kleiderschranklücken sowohl bei mir, als auch beim Sohnemann zu füllen und dann auch noch ein wenig Urlaubsgarderobe (ha!). Für eine Entspannungsnährunde habe ich allerdings noch einen weiteren Schürzenschnitt in der Schublade.
Habt ein schönes Wochenende!
Andrea

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