Der Familien-Super-DAU

Bei Schneeschafs gibt es dieser Tage einen Familien-Super-DAU, Einen „Dümmsten Anzunehmenden Umstand“. Lassen wir mal beiseite, dass das Kind eine hübsche Bindehautenzündung aus dem Kindergarten mitgebracht hat. Das können wir, das machen wir ganz routiniert, da sind wir schon Profis. Nein diesmal war der Kindsvater der Unheilsbringer. Dieser tauchte Mittwochvormittag plötzlich wieder zu hause auf und verschwand im Bett: heftige Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber. Das heimische Quarantäneprogramm lief an. Mutter und Kind wanderten samt Bettstatt ins Gästezimmer und versuchten das Krankenzimmer bis auf die nötigen Versorgungsmaßnahmen zu meiden. Leider waren diese Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Bereits am Donnerstagabend war der Zwerg fühlbar warm und auch  bei Muttern machten sich die ersten Anzeichen in Form mörderischer Kopfschmerzen bemerkbar.

Am Freitag war der Super-DAU perfekt: alle Familienmitglieder lagen mehr oder weniger jammernd im Bett mit einem Grippevirus from Hell. Ich weiß nicht was das für ein mieser fieser Erreger ist aber ich habe sämtliche Grippemittel durchprobiert, die der Haushalt hergab, nur um irgendwie halbwegs etwas schlafen zu können. Der Schüttelfrost war legendär. Gestern war ich zwischenzeitlich so weit, dass ich mich ins Krankenhaus gewünscht habe, nur weil die da sicher „ordentliche“ Medikamente haben und Leute die sich um einen kümmern können. Ha! Hier war ja nicht mal jemand verfügbar, der mich hätte hinfahren können.

Den Beweis, dass Übung ganz offensichtlich den Meister macht, lieferte dann ziemlich eindrucksvoll unser Sohn, der von uns allen am besten mit diesem Erregermonster klarkam. Der 4-jährige Zwerg schleppte mir zu Trinken und Taschentücher ans Bett und verzog sich ins Kinderzimmer um zu spielen und die Abenteuer von Liselotte der Kuh anzuhören, damit sich seine gepeinigten Eltern ausruhen konnten. Obwohl er selbst noch nicht fit ist, hat er sich kein einziges mal beschwert, dass niemand mit ihm spielt. Er war supergeduldig und hat versucht zu helfen, wo er konnte. So viel „Vernunft“ von so einem kleinen Mann hat mich echt beeindruckt.

Ich drücke allen da draußen fest die Daumen, dass ihr euch dieses Ding nicht einfangt, der ist echt übel und verleitete sogar den Kindsvater zu dem nahezu legendären Zitat: „Wenn das hier vorbei ist, werde ich ein besserer Mensch.“

In diesem Sinne ….
Bleibt bloß gesund!

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Das Loch

Das mit Löchern ist schon eine merkwürdige Sache. Es gäbe keine, wäre da nicht auch noch etwas drumherum. Vornehmlich und aus gegebenem Anlass geht es hier um das gemeine “Blogloch” in Fachkreisen auch als “excessive real life demand” bekannt. Oft geht es einher mit weiteren Löchern, z. B. dem Kreativitäts- und dem Energie-Loch oder auch mit dem schnöden Lustloch. Das Zeitloch ist ebenfalls ein extrem weit verbreitetes Phänomen, jedoch sehr schwer zu fassen. Ich glaube Einstein kannte sich damit ganz gut aus, vielleicht waren es auch die schwarzen Löcher – ich kann Ihn aktuell dazu allerdings nicht befragen. Weitere Löcher die in diesem Haushalt besonders gerne auftreten, sind die in Kinderjeans, dies hat allerdings mit dem Blogloch nur ganz am Rande zu tun.

Kommen wir also nun zum Drumherum. Ich meine das um das Blogloch. Mit schöner Regelmäßigkeit komme ich an den gleichen Punkt, an dem immer wieder die gleichen Überlegungen auftauchen.
Warum mache ich das eigentlich?
Will das überhaupt irgendjemand lesen?
Liest das eigentlich irgendjemand? (Hier hilft die Statistik.)
Mein Blog ist zu unspezifisch – zu wenig “special interest”. So wird er nicht “erfolgreich” (was auch immer das meint).
Aber ich BIN nun mal unspeziefisch! Und ich habe nun mal viele “interests” – zum Kuckuck!
Ha! Was heißt hier “unspezifisch”! Vielseitig!!!
Ich sollte es einfach bleiben lassen.
Es gibt so viele davon. Bessere.
Aber ich mag bloggen und ich mag schreiben.
Und vielleicht hat ja doch jemand was davon und sei es nur eine Idee.
Vielleicht sollte ich es doch noch mal richtig groß aufziehen?
Vielleicht noch einen zweiten Blog? Einen Neuen? “Special Interest” eben?
Ha! Dann schreibe ich vielleicht auch irgendwann mal mein eigenes Buch.
Okay, das ist jetzt größenwahnsinnig.
Vielleicht lieber doch nicht.
Ach ich weiß nicht.

Naja und am Ende dieser oder ähnlicher Überlegensketten bleibt dann alles doch irgendwie wie es ist und dümpelt vor sich hin, weil mir die Motivation fehlt. Ja, ich gestehe es, ich brauche Motivation, zumindest ab und an. Und viele Leser und vielleicht auch manch’ netter Kommentar hilft da ungemein. Da beißt sich also die Katze in den Schwanz, denn dazu ist eine gewisse Art von Erfolg vonnöten. Ein Blogdilemma also, dass in ein Blogloch mündet. Jetzt wird es aber philosophisch und Philosophie wollte ich ganz bestimmt raushalten aus dem Blog, davon verstehe ich zu wenig.

Mit anderen Worten: ich bin ratlos. Gibt es eigentlich so etwas wie Blogcoaches? Oder vielleicht einfach nur jemanden, der mir mal in den Hintern tritt?

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