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Eingegrooved

Langsam aber sicher ist die jahreszeitlich bedingte Lethargiephase überwunden und ich schaffe tatsächlich die scharfe Linkskurve ins Nähzimmer, wenn das liebste aller Du-treibst-mich-noch-in-den-Wahnsinn-Kinder endlich friedlich schlummert. Das war aus mindestens zwei Gründen auch bitter notwendig. Zum Einen kann es schließlich nicht angehen, dass das Leben nur noch aus Arbeiten gehen, Haushalt, Kind bespaßen und komatös ins Bett fallen besteht zum Anderen brauche ich schlichtweg Klamotten.

Getreu dem Motto „Sew more cake and less icing!“ lief also zunächst die Overlock heiß und verhäkelte einige neue Shirts; sechs Stück im Ganzen. Und weil ich so glücklich bin endlich meinen Lieblings-T-Shirt-Schnitt gefunden zu haben, gebe ich unumwunden zu ganz fürchterlich langweilig zu sein – alle sechs haben den gleichen Schnitt: Shelly. Ich werde Frau Müller bis ans Ende meiner seligen Tage für selbigen dankbar sein und wenn man viele unterschiedliche Stoffe verwendet, fällt es auch nicht so sehr auf, dass man im Grunde immer das gleiche Shirt trägt aber ich sehe ein, dass ich irgendwann auch mal was Neues ausprobieren muss. Bei der Gelegenheit: „Frau Müller, falls Sie das hier lesen, ich wäre bereit für einen neuen Geniestreich in Sachen Damenoberbekleidung aus Ihrer Feder!“

Weil aber vermutlich niemand sechs nahezu identische Shirts sehen will (von unterschiedlichen Stoffen mal abgesehen), hier ein Anschauungsexemplar:

Eines der wenigen Shirts, die ich bestickt habe, darum eines der Riegerschen Designs noch mal in Nahaufnahme:

Ihr seht, mir war wirklich sehr nach Farbe, Fröhlichkeit und Frühling. Und jetzt vertiefe ich noch einmal in das Wunderbare Backbuch von Frau „Zucker, Zimt und Liebe“, das da in der Ecke hineinblitzt. Schließlich ist ja Ostern und das heißt: Morgen wird gebacken!

Wunderbare Feiertage euch allen!

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Frühlingsfeelings

Nach dem letzten unsäglichen, nahezu nicht vorhandenen Frühling war man ja auf alles gefasst. Gerade für jemanden wie mich, der bereits ab dem 1. Januar nach dem ersten, sprossenden Grün Ausschau hält, war das Frühjahr 2013 eine echte Grenzerfahrung. Was 2014 angeht, neige ich inzwischen zu vorsichtigem Optimismus (man darf ja nicht zu laut schreien, sonst schneit es vielleicht in 14 Tagen). Stellt euch vor, es war noch nicht April und wir haben schon gegrillt! Ein gutes Zeichen, wie ich finde. Und der Rhabarber schaut auch schon ganz frech aus dem Beet, noch klein und zierlich und noch gar nicht riesenrhabarberblättrig, aber immerhin.

Überall gibt’s Blüten, zarte und zartfarbige aber auch tulpenknallerote. Das Unraut sprießt schon wieder fröhlich und der Wettlauf um die Vorherrschaft im Beet hat begonnen. Mittlerweile zieht bereits unser Nachwuchs mit Unkrautstecher und Eimer durch den Garten, was selbstverständlich ganz zauberhaft von ihm ist, nur muss man sich doch so ab und an noch schützend vor ein Pflänzchen werfen, welches sonst unrechtmäßig im Unkrauteimer landet.

Erstaunlich finde ich ja auch, dass sich Unkräuter oder politisch korrekter „Begleitkräuter“ von Jahr zu Jahr ändern. Mal sind es riesige Löwenzahnschwadronen und in diesem Jahr strebt in unserem Garten der Ackerschachtelhalm den Titel zum „Unkraut des Jahres“ an. Nun aber genug des unerquicklichen Grüns, Blumen haben wir nämlich auch:

Und jetzt gehe ich mich ein wenig vorfreuen: Auf noch mehr Frühling und auf den Rhabarber. Habt ihr ein Lieblingsrhabarberrezept? Schreibt doch einfach auf eurem Blog darüber und verlinkt den Beitrag hier mit einem Kommentar. Dann sind wir alle gut vorbereitet, wenn die Rhabarberschwemme einsetzt.

Euch allen eine wunderbare Frühlingszeit!

Andrea

 

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